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Dienstag, September 30, 2003
Peltolammi
Ich hab mir eben mal die Mühe gemacht und den Namen meines Stadtteils übersetzt: Pelto heisst Acker/Feld und lammi Teich/Tümpel. Somit lebe ich also am Feldteich oder Ackertümpel, wichtiger ist jedoch das am. Denn man kann ja nicht in Peltolammi leben ("Asun Peltolammessa." Achtung, falsch!) sondern nur am bzw. at ("Asun Peltolammella."). Oder um ein deutsches Beispiel zu wählen unsere Stadtnachbarn leben am Egelsbach und nicht in Egelsbach. Klingt gut.
Yksy kuu Tamperella
Einen Monat bin ich nun in Tampere, Zeit um nach einem bestimmten Vorbild einmal Bilanz zu ziehen:
Ein wenig eingelebt hab ich mich schon und ich musste feststellen, dass ich in meinem tiefsten inneren auch ein bißchen Finne bin. Woran ich das erkenne? Naja, an vielen kleinen Einzelheiten, die das Land sympathisch macht. Z.B. das man im Bus morgens die Ruhe genießen kann. Keiner spricht, selbst die Kinder kaum. Was erst merkwürdig erscheint ist im Moment ganz angenehm. Eine andere Kleinigkeit ist z.B. die Tatsache, dass Parkbänke hier nie festbetoniert sind, man kann sie hinstellen wo man will. Merkwürdigerweise stehen sie manchmal auf dem Kopf.
Auch gibt es Kleinigkeiten, die das Land merkwürdig erscheinen lassen. Z.B. dass es beim letzten Papstbesuch weniger Katholiken gab als Zeugen Jehovas oder Baptisten. Oder dass man jeweils ne Extrastudentenbescheinigung brauchte um das Busticket zu bekommen und eine um das Zugticket (zu Studentenpreisen). Außerdem musste man in den ersten Wochen eine DINA4 Bescheinigung hochhalten, wenn man in der Mensa essen wollte, und jetzt muss man immernoch jedesmal seinen Studiausweiß zücken. Überhaupt ist die Mensa sehr witzig, aber ich glaube davon erzähl ich ein anderes Mal gesondert. Bürokratie scheint hier also hoch im Kurs zu stehen. Genau wie Türsteher, sogar der McDonalds hat welche. Warum? Ehrlich, ich weiß es nicht. Die Besoffenen haben sie bis jetzt auch immer reingelassen. Hab da aber so ne Vermutung. Ein Finne erzählte mir dass es ziemlich problematisch sei wenn man im Winter bei -35 Grad seinen letzten Bus verpasst und dann anschließend bei McDonalds (Der hier bis um 5 Uhr aufhat) rausgeworfen wird, wenn man seine Pommes gegessen hat.
Ein anderes Problem ist der Alkohol. Dabei teilt sich das Problem in zwei Teile. Erstens, der Alkohol ist zu teuer. Zweitens, die Finnen sind immer sehr besoffen und werden auf einmal ganz kommunikationsfreudig. Was dann ganz lustig anfängt, kann schnell in einem sexuellem Übergriff oder anderen Unangenehmen Situation enden. Aber mit der Zeit gewinnt man da an Erfahrung und Souveränität. Zum zweiten Teil des Problems gehört es auch, dass Finnen anders feiern als wir. So gab es neulich ne Party auf der kein Alkohol ausgeschenkt wurde (weil so ne Lizenz wohl teuer ist), kein Problem für die Finnen. Die besaufen sich einfach so sehr, dass sie noch Stunden später nicht merken, dass die Party in einem Luftschutzbunker stattfindet.
Das ist auch das nächste Thema. Jetzt haben die finnen schon soviel Platz und irgenwie bauen sie alles unterirdisch. Schwimmbäder, Sporthallen, Partyräume, Saunen, ... erstaunlich.
Achja, und die Uni ... ich meine sie ist toll. Fachlich zwar bis jetzt sehr von englischen Wissenschaftlern geprägt, was die Sache für mich ein wenig langweilig macht, weil die nen ich würde sagen falschen Ansatz haben (Zitat aus Transformation of European Democracies (sinngemäß): wir vergessen jetzt mal die Schweiz, damit wir sagen können, USA und GB haben die zwei extremen möglichen Formen von Demokratie. Schwachsinn - Ich fast einen Schreianfall bekommen.) Aber im Gegensatz zu Darmstadt gibt es hier unendlich viele Gastvorträge, die nur für drei bis fünf tage stattfinden und ich hab schon Dozenten aus 7 verschiedenen Ländern gehabt (England, Finnland, Deutschland, Polen, Ungarn, Russland, USA (doziert in Dänemark)) und es sind 3 Wochen Uni rum.
Soviel erstmal von mir. Ich werde bald wieder berichten.
Montag, September 29, 2003
Sieh an, wohin zöge es Dich denn?
Sonntag, September 28, 2003
Meinst bestimmt <:o}
;-)
Aber Scherz beseite. Ich bin jetzt Seit nem Monat hier und versuch morgen mal einen etwas längeren, diesem Anlass gebührenden Post zu veröffentlichen.
Aprospos diesem Anlass Gebühren. Tampere veranstaltete heute den Tampereen Päivä (Tampere Tag) alle Museen hatten offen, die meisten waren für umme. Leninmuseen (jetzt schon zum dritten Mal), Muumintal, Mineralienmuseum, Medienmuseum, Art Museum und Workers Housing Museum hab ich gesehen. War cool, vor allem die Kinder im Muumintal waren niedlich.
Später gabs dann auch noch eine Ansprache des Bürgermeisters vom Rathaus (auch das mir zu Ehren? Ich hab ihn jedenfalls nicht verstanden und hinterher gabs so weit ich mich erinnere auch keinen Applaus) aber was noch viel wichtiger war ein schönes Feuerwerk, das sogar West-Deutschen Maßstäben entsprach. (Ich denke da an ein Feuerwerkchen in Jena ;))
Jetzt bin ich zu Hause und hab eben meinen neuen Mitbewohner kennengelernt. Seinen Namen hab ich schon wieder vergessen. Ich werd mich jetzt bald entscheiden müssen, ob ich einen Antrag auf Wohnheimswechsel stellen will. Ich spiele zumindest mit dem Gedanken, muss aber noch mit Nico drüber reden, da ich ihn nicht ungefragt alleine (mit den 5 anderen Exchange Students) in Peltolammi zurück lassen will.
;-)
Aber Scherz beseite. Ich bin jetzt Seit nem Monat hier und versuch morgen mal einen etwas längeren, diesem Anlass gebührenden Post zu veröffentlichen.
Aprospos diesem Anlass Gebühren. Tampere veranstaltete heute den Tampereen Päivä (Tampere Tag) alle Museen hatten offen, die meisten waren für umme. Leninmuseen (jetzt schon zum dritten Mal), Muumintal, Mineralienmuseum, Medienmuseum, Art Museum und Workers Housing Museum hab ich gesehen. War cool, vor allem die Kinder im Muumintal waren niedlich.
Später gabs dann auch noch eine Ansprache des Bürgermeisters vom Rathaus (auch das mir zu Ehren? Ich hab ihn jedenfalls nicht verstanden und hinterher gabs so weit ich mich erinnere auch keinen Applaus) aber was noch viel wichtiger war ein schönes Feuerwerk, das sogar West-Deutschen Maßstäben entsprach. (Ich denke da an ein Feuerwerkchen in Jena ;))
Jetzt bin ich zu Hause und hab eben meinen neuen Mitbewohner kennengelernt. Seinen Namen hab ich schon wieder vergessen. Ich werd mich jetzt bald entscheiden müssen, ob ich einen Antrag auf Wohnheimswechsel stellen will. Ich spiele zumindest mit dem Gedanken, muss aber noch mit Nico drüber reden, da ich ihn nicht ungefragt alleine (mit den 5 anderen Exchange Students) in Peltolammi zurück lassen will.
Jaja, Lapinkaari schlaeft eben nie. Ich wohn auch lieber hier als in Hervanta, schliesslich kann man dahin nicht laufen. Fraglich, ob ich das im Dezember auch noch so sag. Wobei mir nach dieser Woche auch eher nach Bus zu Mute ist: Seit Mittwoch jeden Abend Party oder andere Gruende wach zu bleiben (wenn man sich nicht in die Waschmaschinenliste eintraegt, muss man das z.B. nachts erledigen) und jetzt noch der Museumsmarathon des Tampere Day-Wochenendes. Ich will endlich mal studieren!
Ach, danke uebrigens fuer das reizende Foto! >:o{
Ach, danke uebrigens fuer das reizende Foto! >:o{
Samstag, September 27, 2003
Und noch was: mein Mitbewohner hat mir eben erzählt, dass er heute (!) auszieht. In eine Nachbarwohnung. Vielleicht kommt ja ein Erasmusstudent rein...
Gestern bin ich nach der Uni mit Anne (aus Jena), Marta (Lodz) und Intsch zum Fischmarkt gegangen. Im Rahmen des Tampere Days, der morgen ist und an dem alle Museen offen haben (was sie sonst auch haben) gab's also diesen Fischmarkt mit viel Knoblauch, Fisch, Sanddorn(?)sirup und vielen anderen merkwürdigen Dingen. Mützen gehörten da auch dazu.


Nachdem ich eine Stunde zu Hause war, musste ich schon wieder los. Das erfreuliche Ereignis: mein erstes Klassisches Konzert. Schon in den Berichten der ehemaligen Erasmusfinnen wurde von der Tampereen Filharmonia geschwärmt. Zurecht, wie ich jetzt sagen kann. Allein der Dirigent war das Eintrittsgeld von 4 € schon wert.
Da die meisten anderen schon recht frühzeitig bei der anschließenden Kneipentour aufgaben - zugegeben, einige wollten am nächsten morgen nach Helsinki - landete ich mit Intsch, Igen (Sheffield) und Jussi (Finnland) in deren Wohnheim, dem berüchtigten Lapinkaari. Dort hatte es in der Nacht zuvor angeblich gleich drei Feueralarme gegeben (rauchen ist selbstverständlich verboten ;)) Naja, ich bin eben erst nach Hause gekommen.
Allerding konnte ich zuvor neue Handschuhe (nachdem ich nur noch einen finden kann) und eine Mütze günstig erwerben. Außerdem hab ich ne Telefonkarte gekauft und mein busticket verlängert, somit bin ich heute schon wieder um 60 € ärmer geworden. *grml*


Nachdem ich eine Stunde zu Hause war, musste ich schon wieder los. Das erfreuliche Ereignis: mein erstes Klassisches Konzert. Schon in den Berichten der ehemaligen Erasmusfinnen wurde von der Tampereen Filharmonia geschwärmt. Zurecht, wie ich jetzt sagen kann. Allein der Dirigent war das Eintrittsgeld von 4 € schon wert.
Da die meisten anderen schon recht frühzeitig bei der anschließenden Kneipentour aufgaben - zugegeben, einige wollten am nächsten morgen nach Helsinki - landete ich mit Intsch, Igen (Sheffield) und Jussi (Finnland) in deren Wohnheim, dem berüchtigten Lapinkaari. Dort hatte es in der Nacht zuvor angeblich gleich drei Feueralarme gegeben (rauchen ist selbstverständlich verboten ;)) Naja, ich bin eben erst nach Hause gekommen.
Allerding konnte ich zuvor neue Handschuhe (nachdem ich nur noch einen finden kann) und eine Mütze günstig erwerben. Außerdem hab ich ne Telefonkarte gekauft und mein busticket verlängert, somit bin ich heute schon wieder um 60 € ärmer geworden. *grml*
Donnerstag, September 25, 2003
Nach der gestrigen Party bereue ich es fast nicht in dieser Trabantenstadt oder zumindest in Lapinkaari zu wohnen. Es war zwar nicht überwältigend, aber ne ganz nette Party, die so in unserem Wohnheim nicht stattfinden wird. Es ist einfach zu weit weg.
Nadja hätte ihren Spaß dran gehabt. Fast nur Italiener, Spanier, dazwischen ein paar Griechen, Ungarn und, klar, Deutsche. Sogar Finnen hab ich kennengelernt, als sie mich auf ein Gin-Mixgetränk einluden, ohne ersichtlichen Grund. Später sagten sie, ich habe so ausgesehen, als bräuchte ich jetzt Alkohol. *g* So läuft das hier.
Heute ist eine der größten Parties überhaupt, aber das tue ich mir nicht an. Zuviel Uni. Außerdem ist die Party in einem Luftschutzbunker ("Bombshelter") und die Organisatoren dürfen keinen Alkohol verkaufen. Deswegen sind alle Finnen vorher schon besoffen, denn "it would be too terrible without being drunk. I mean it's a bomb shelter." Nüchtern dürfe man auf keinen Fall sein. Das ist zwar nicht mein Problem, aber ich will dieses Wochenende mein Essay schreiben und hab morgen auch ein bißchen Uni. Und ich glaub ich bin mental auf diese Massen besoffener Finnen noch nicht vorbereitet.
Nadja hätte ihren Spaß dran gehabt. Fast nur Italiener, Spanier, dazwischen ein paar Griechen, Ungarn und, klar, Deutsche. Sogar Finnen hab ich kennengelernt, als sie mich auf ein Gin-Mixgetränk einluden, ohne ersichtlichen Grund. Später sagten sie, ich habe so ausgesehen, als bräuchte ich jetzt Alkohol. *g* So läuft das hier.
Heute ist eine der größten Parties überhaupt, aber das tue ich mir nicht an. Zuviel Uni. Außerdem ist die Party in einem Luftschutzbunker ("Bombshelter") und die Organisatoren dürfen keinen Alkohol verkaufen. Deswegen sind alle Finnen vorher schon besoffen, denn "it would be too terrible without being drunk. I mean it's a bomb shelter." Nüchtern dürfe man auf keinen Fall sein. Das ist zwar nicht mein Problem, aber ich will dieses Wochenende mein Essay schreiben und hab morgen auch ein bißchen Uni. Und ich glaub ich bin mental auf diese Massen besoffener Finnen noch nicht vorbereitet.
Mittwoch, September 24, 2003
Morgen hab ich meinen härtesten Unitag dieses Semester. Von 10 Uhr bis um 19 Uhr allerdings wird danach noch ein 90 Minuten Film gezeigt.
Ich hab mich gerade trotzdem dazu entschlossen noch in die Stadt zu fahren, auch wenn ich das morgen bereuen werde. ;)
Ich hab mich gerade trotzdem dazu entschlossen noch in die Stadt zu fahren, auch wenn ich das morgen bereuen werde. ;)
Dienstag, September 23, 2003
So, ich hab's geschafft. Ich bin endlich krank. Mein Hals und meine Lunge fühlen sich alles andere als gut an. Deshalb lege ich mich gleich ins Bett mit viel Pfefferminztee.
Aber vorher der Link zu den Ruderfotos. Ich bin der, der ganz hinten (oder vorne, beim Rudern weiss man das ja nie so genau) rechts (backbord?)mit dem Rücken zu euch sitzt.
Aber vorher der Link zu den Ruderfotos. Ich bin der, der ganz hinten (oder vorne, beim Rudern weiss man das ja nie so genau) rechts (backbord?)mit dem Rücken zu euch sitzt.
Montag, September 22, 2003
Um euch daheimgebliebenen mal das Ausmaß des finanziellen Disaters näher zu bringen auf das ich mich hier eingelassen habe, die Fakten meines heutigen Einkaufsversuchs:
500g Edamer Käse (der billigste selbstverständlich)
300g Wurstaufschnitt Marke "Balkan" (kein Scherz war günstig)
1 Dose Pfirsiche (waren nur halb so teuer wie die andere Marke)
----------------------------------------------------------------------------------
6,10 € *grml*
500g Edamer Käse (der billigste selbstverständlich)
300g Wurstaufschnitt Marke "Balkan" (kein Scherz war günstig)
1 Dose Pfirsiche (waren nur halb so teuer wie die andere Marke)
----------------------------------------------------------------------------------
6,10 € *grml*
Man kann sich die Huette aber im Netz anschauen unter:
http://www.villipohjola.fi/item.asp?Section=987&Item=1102
Wo wird's denn eigentlich kälter, in Lappland oder Russland? Habe schon jetzt das Gefuehl, dass meine Kleiderschichten nicht mehr ausreichen. Vielleicht kann man den Winter ja komplett in der Sauna verbringen.
http://www.villipohjola.fi/item.asp?Section=987&Item=1102
Wo wird's denn eigentlich kälter, in Lappland oder Russland? Habe schon jetzt das Gefuehl, dass meine Kleiderschichten nicht mehr ausreichen. Vielleicht kann man den Winter ja komplett in der Sauna verbringen.
Sonntag, September 21, 2003
Update
Nächste Woche hab ich mir 28 Wochenstunden in meinen Stundenplan gepackt. Das wird heftig. Sind zwei Blockseminare dabei: ein politikwissenschaftlicher über Minderheiten (national, lingustic, ethnic, ... bla) und ein literaturwissenschaftlicher (!) Horror and Philosophy, soll heissen, Gothic novels (Mary Shelley Wollenstonecraft, Percey Shelley, Lord Byron, etc.) und deren Philosophische Hintergründe. Hört sich lustig an.
Desweiteren gibt es eine weitere Neuigkeit, die ich selbst noch nicht ganz registriert habe, und somit auch in diversen Telefongesprächen vergaß zu erwähnen. Ich fahr in ein Cottage nach Lappland. Knapp eine Woche lang, direkt bevor ich nach Moskau fahre. Das werden zwei Wochen werden. Danach brauch ich bestimmt Urlaub vom Urlaub. Aber cool, das ganze ist privat organisiert und wir sind so ca. 8-10 Leute. In Wirklichkeit weiss ich gar nix darüber, wie ihr bestimmt merkt. Wird trotzdem lustig.
Also 30.10. - 4.11. Lappland, 5.11. - 11.11. Moskau!
Ich sitz grad an meiner ersten Abgabe, die nur ein Test sein soll, aber die ich dennoch ein bißchen ernst nehme. Und muss nur grad mal los werden, dass die fremde Sprache den Text doch ein wenig herabzieht, naja, viel simpler als die Vorlesung dazu kann's gar nicht werden.
Freitag, September 19, 2003
Churchboat Racing
Ich lebe noch, und wir sind nicht ins Wasser gefallen, dass ist aber auch schon die einzige Erfolgsmeldung, denn als wir an der Boje waren, waren die anderen beiden Teams schon fast im Ziel. Die wurden dann auch erster und zweiter in der Gesamtstatistik. Naja, und wir ... wir können einen 19. Platz vermelden. Und hatten eine riesige Gaudi auf stürmischer See mit meterhohen Wellen. Manchmal ist das Wasser richtig reingeschwappt und Schlagseite hatten wir sowieso - Ehrensache. Ne Urkunde gabs und ne Sauna. Immerhin.
Donnerstag, September 18, 2003
Es ist unglaublich, wie schnell sich das Buchstabending verbreitet, ich habe es gestern von drei Personen aus drei Ländern (und zwei Kontinenten) zugeschickt bekommen. Auf Deutsch, Italienisch und Englisch. Soll man jetzt eher die Geschwindigkeit faszinierend finden, oder die Tatsache, dass sich so viele Leute fuer den Text begeistern können? Hm, hab mal Kognitionswissenschaften studiert, insofern ist mir das Phänomen nicht wirklich neu (sehr nettes, halb populärwissenschaftliches Buch dazu: Steven Pinker - "How the mind works").
Zum Rudern sag ich erst was, wenn's vorbei ist.
Zum Rudern sag ich erst was, wenn's vorbei ist.
Quote Peter Marek: "Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät, ist es nchit witihcg in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das zniige was wcthiig ist, ist daß der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion snid. Der Rset knan ein ttoaelr Bsinödn sien, tedztorm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das ist so, wiel wir nciht jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wrot als gseatems. Ehct ksras! Das ghet wicklirh!"
Ssoo!
Ssoo!
Ehrlich gesagt - keine Ahnung. Der Name unseres Teams ist übrigens Waterfaller, naja, wir nehmen's mit Humor, wenn wir ins Wasser fallen, hinterher geht's dann eh in die Sauna.
In der Mensa gab's heute mal wieder Tomaten (am Geschmack hätte ich sie nicht erkannt) und das eigentlich wichtige Ereignis ist der Herbstanfang. Nicht das offiziell Herbstanfang wäre, aber ab heute werde ich definitiv vom Herbst sprechen, wenn mich jemand danach fragen würde, welche Jahreszeit gerade ist. Die Blätter an den Bäumen werden immer bunter und beginnen zu Boden zu rieseln, die Farne sind schon gelb und der Wind hat sehr stark zugenommen. Außerdem war die Sonne heute noch nicht zu sehen. Es ist also Herbst.
In der Mensa gab's heute mal wieder Tomaten (am Geschmack hätte ich sie nicht erkannt) und das eigentlich wichtige Ereignis ist der Herbstanfang. Nicht das offiziell Herbstanfang wäre, aber ab heute werde ich definitiv vom Herbst sprechen, wenn mich jemand danach fragen würde, welche Jahreszeit gerade ist. Die Blätter an den Bäumen werden immer bunter und beginnen zu Boden zu rieseln, die Farne sind schon gelb und der Wind hat sehr stark zugenommen. Außerdem war die Sonne heute noch nicht zu sehen. Es ist also Herbst.
Mittwoch, September 17, 2003
Sport ist Mord (I)
Ich habe eben das erste mal versucht hier Sport zu treiben - und bin kläglich gescheitert. Dabei war es gar nicht so richtig meine Schuld. Man kann hier keine 2 km joggen ohne an einen See zu kommen - vielleicht war es doch meine Schuld, denn ich wusste dass da ein See ziemlich nah ist.
Warum ich das ganze mache? Naja, es ist Sports Week in der Uni. Das allein wäre noch kein Grund, aber morgen ist International Sports Day (da will ich vielleicht mal ne Runde Fußball - sie sagen hier wirklich football - spielen. Aber eigentlich trainiere ich für übermorgen, da haben wir uns - 15 Leute - für ein Churchboatrennen anemeldet. Was ein Churchboat ist? Naja, seit gestern weiss ich's:
Dienstag, September 16, 2003
Erste politikwissenschaftliche Lecture
... und ich bin mittelschwer enttäuscht. Das Gefühl, das ich schon bei dem nicht nur Äußerlich Hans Meiser ähnelnden Frank Webster hatte, verstärkt sich. Der Grund war die Lecture Transformation of European Democracies 1945-2003 und vor allem deren Lector Tapio Raunio. Folien die aus Prinzip halbe Romantexte beinhaltenund nicht weiterer Erklärung zu brauchen scheinen (Zeit zum abschreiben hat man eh nicht), Demokratiekonzepte, die die Schweiz mal eben von vorneherein ausschließen, damit sie funktionieren, Theoriekonzepte, die aus der Ökonomie kommen und da besser auch geblieben wären. Naja, ich werd's wohl über mich ergehen lassen müssen und mir meinen Teil dazu denken. Im nächsten Semester muss ich dann bei ihm ein Paper abgeben, vielleicht geb ich dann meinen Senf zu seiner Einbahnstraßenforschung.
Es geht übrigens nicht nur mir so, alle Deutschen, Österreicher, Polen und auch viele andere mit denen ich gesprochen hab stöhnen über zu allgemein gehaltene Vorlesungen und notorische Unterforderung. Aber ich hab ja noch meinen Finnischkurs ... da ist Unterforderung nur schwerlich möglich.
Tampereen Yliopisto
Wird Zeit, dass ich mal meine Uni vorstelle. Hier also ein paar Bilder:
Im Hauptgebäude findet die meisten Veranstaltungen statt. Hier ist auch eine Mensa, in der ich aber in letzter Zeit immer seltener zu finden war.
Pinni A ist der alte Teil des Neubaus
Pinni B ist der neuere Teil. Eigentlich noch ein Baustelle und das bleibt auch so ;) zumindest wird da gerade kräftig umgezogen - vor allem die Translation Studies ziehen da ein, aber das Ding ist mal mindestens so groß, wie der Rest der Uni. Die haben noch viel vor. Hier gibts die modernste Mensa und Vorlesungssääle, die ich je gesehen hab, was im ersten Fall das Essen nicht unbedingt besser macht.


Atalpa, ist eigentlich eine Erziehungsanstalt (Department of Education) hat aber unterirdische Turnhallen und ein Fitnesscenter, in dem ich selbstverständlich noch nicht war ;)

Das musste ja mal passieren. Hab mich ausgesperrt und ich wollte unter die Dusche ... mist ... Wäsche von Mitbewohner "geklaut", Geld von Eric, dem Belgier, geliehen, in die Stadt zu TOAS gefahren, Schlüssel abgeholt, zurück gefahren, Geld zurückgegeben, jetzt hier sitzen und nun keine Zeit mehr haben, hab bald Uni ...
Montag, September 15, 2003
Für die Daheimgebliebenen. Ich würde mir das Spektakel nicht entgehen lassen.
Ach übrigens! Wir komm'n nach Haus', wir komm'n nach Haus', Frankfurt kommt nach Haus' ...
Erster Sieg!
Erster Sieg!
Stockholm
Bin nun wieder zurück. Super! Turku war zwar nicht wirklich schöner also meine kleines finnisches Manchester Tampere und deren Uni ähnelt eher einer JVA als einer Bildungseinrichtung. Außerdem hat ihre Mensa samstags nicht auf, was uns ein Mittagessen in einer Pizzeria/Kebab-Gaststätte einbrachte. SSeit diesem Zeitpunkt muss ich den Eindruck allumfassender Überteurung der Lebensmittel in Finnland ein wenig revidieren. 5 e (das ist die finnische Schreibweise) hat jede Pizza gekostet, egal was drauf kam, und sie war mindestens anderthalb mal so groß wie die der Pizzeria Italia. Florian erzählte sogar von einer Pizzeria in Oulo, in der er eine ähnlich große Pizza für 2,90 e mit Salatbar gegessen hat. (Ihr wisst schon die Bar hat er natürlich nicht gegessen.)
Aber insgesamt kann man Turku getrost überspringen. Die Fähre war schon viel lustiger. Viele besoffene Schweden, Finnen, Russen in den Gängen. Es gab zwar überall Warnhinweise man dürfe in den Kabinen und an allen öffentlichen Plätzen nix trinken, aber so richtig hat das niemanden gestört. Billiger ist das Bier auf der Fähre nur, wenn man gleich 2 Kästen nimmt (24x 0,33 l Dosen in Pappkartons) 29,90 e. Aber die wollten wir natürlich nicht in Stockholm mit uns rumschleppen. Da haben wir sie halt getrunken. ;) Autsch!
Die Disco war lustig. Den enormen Frauenüberschuß erkläre ich mir damit, dass nur sehr wenig Jungs noch körperlich in der Lage waren Mädels anzusprechen, geschweige denn zu tanzen. So gings uns aber auch. Also verbrachten wir den halben Abend auf Deck und die andere Hälfte im Gang vor den Aufzügen in der Nähe unserer Kabinen.
Stockholm war auch toll. Auch wenn wir viel zu früh aufstehen mussten (6.30 Uhr nach schwedischer Zeit). Zunächst also Richtung Bahnhof laufen und Geld umtuaschen(?!), rückständiges Land. Zunächst entwickelte sich das Ganze auch eher zu einem Anna Lindh-Gedächtnistrip (Katastrophentourismus?) - zumindest waren wir schon am Donnerstag in Tampere auf einer Gedenkveranstaltung. In Stockholm waren wir vor Gedenktafeln und Blumen vor ihrem Ministerium, im Bahnhof und vor allem vor dem Kaufhaus in dem das Attentat verübt wurde und vor dem sich die Blumen meterweise stapelten und eine lange Schlange auf einen Eintrag in die Kondolenzbücher warteten.
Anschließend sind wir zum Astrid Lindgrenmuseum - auf die Museumsinsel. Das Nationalmuseum der schönen Künste haben wir dann nur noch zu viert angeschaut, da nicht jeder für jedes Museum 70 sek bezahlen wollte. Anschließend haben wir es uns noch ein wenig gut gehen lassen. Haben uns in einen Park gelegt, ausgeruht. Später sind wir noch ein wenig durch die "Altstadt"-Insel geschlendert. Und dann war der Tag auch schon fast vorbei und wir mussten zurück zur Fähre. insgesamt hat sich jedoch auch dieser kleine Trip gelohnt, auch wenn ich jetzt gerade meinen Finnischkurs schwänzen (muss). Wichtigste Erkenntnis: Es gibt in Skandinavien auch Städte, die wirklich schön sind, und die man dafür nicht näher kennenlernen bzw. schöntrinken muss. Trotzdem auch froh wieder in einer kleineren Stadt zu sein.
Freitag, September 12, 2003
Meine erste größere Tour findet also nach Stockholm statt. Am Samstag um 11 Uhr geht's los. Erst Turku angucken, dort sind wir um 13 Uhr. Dann die Partyfähre nach Stockholm über Marienham (Alandinseln - die gehören zwar zu Finnland, dort leben jedoch nur Schweden, weshalb man sie auch Finnland-Schweden nennt). In Stockholm bleiben wir auch bis zum Abend und dann geht's wieder per Nachtfähre zurück nach Turku und am nächsten Morgen nach Tampere. Geplante Rückkehr: 12 Uhr.
Wir sínd 8 Leute. Fotos folgen.
Wir sínd 8 Leute. Fotos folgen.
Und ich hab hier mal den Beweis, dass die Straßen in Finnland wirklich solche unaussprechlichennamen haben. Aber ich mach Fortschritte und kann sowohl meinen StadtBezirk Peltolammi, als auch meinen Strassennamen Ketunleivänkatu aussprechen. Im Gegensatz zu anderen, die hier wohnen.
Donnerstag, September 11, 2003
Naja, das mit der Kirche hat sich fuer heute erledigt. Ein Blick auf die Webcams hätte vermutlich gelangt um zu erkennen, dass es draussen regnet. Darauf hab ich keine Lust. Ihr muesst euch also noch länger gedulden. Aber ihr schafft das gewiss. ;)
Ich schreib auch mal wieder was. Man sieht mich ja kaum mehr obwohls doch mein Blog ist ;).
Gut, also, die erste Woche Finnischekurs ist vorbei. Ich kann euch soweit folgenden Rat geben: Sollte ihr einmal den Satz Ich werde ihn morgen treffen sagen wollen(auf Finnisch: Minä tapaan hänet huomenta), vergesst keinesfalls ein a und macht aus tapaan ein tapan. Dann heisst es nämlich Ich werde ihn morgen umbringen, und das wollen wir doch nicht, oder?
Ich sitze hier jetzt im Computerpool, hab noch 3 Stunden Zeit bis zum ersten Russischkurs und mach mich gleich auf den Weg zur russisch-orthodoxen Kirche (Zufall?) in Tampere um ein paar Fotos zu machen. Denn die Stadt wollte ich meinen lieben Mitlesen nach und nach vorstellen. Die Kirche hat angeblich nicht wirklich offen, aber vielleicht hab ich mehr Glueck als die russischen Exchange Students. Dann gibts heute abend ein paar neue Fotos. Bis dahin!
Gut, also, die erste Woche Finnischekurs ist vorbei. Ich kann euch soweit folgenden Rat geben: Sollte ihr einmal den Satz Ich werde ihn morgen treffen sagen wollen(auf Finnisch: Minä tapaan hänet huomenta), vergesst keinesfalls ein a und macht aus tapaan ein tapan. Dann heisst es nämlich Ich werde ihn morgen umbringen, und das wollen wir doch nicht, oder?
Ich sitze hier jetzt im Computerpool, hab noch 3 Stunden Zeit bis zum ersten Russischkurs und mach mich gleich auf den Weg zur russisch-orthodoxen Kirche (Zufall?) in Tampere um ein paar Fotos zu machen. Denn die Stadt wollte ich meinen lieben Mitlesen nach und nach vorstellen. Die Kirche hat angeblich nicht wirklich offen, aber vielleicht hab ich mehr Glueck als die russischen Exchange Students. Dann gibts heute abend ein paar neue Fotos. Bis dahin!
Und entschuldigt die vers�umte Vorstellung (nachdem ich mir von den unbekannten Namen per deren Blog ein Bild machen konnte kam ich mir schon vorgestellt vor, absurderweise). Bin eines der aus Darmstadt angereisten Hindernisse, das sich aber im Dezember schon wieder auf dem und aus dem Weg macht.
Das mit dem Essen fuehrt weiter zu recht zweifelhaften Erfahrungen. Ich denke nur an die "Pizza" heute. Ich dachte, da wären Tomaten, Chillies und Mozarella drauf. Nach Erstehen des "Essens" fand ich unter dem Käse eine dicke Schicht damit verwachsenen Hackfleischs. Und Ananasstuecke, wahrscheinlich um dem internationalen Ruf gerecht zu werden. "Seht, wir benutzen Suedfruechte!" Habe den "Boden" des Belags entledigt, um den "Boden" nach einem Bissen als Teigbatzen zu reklassifizieren. Man hat's einfach sauschwer im Ausland, wirklich :)
Genörgel ade, ich fand hier steht noch zu wenig ueber die Stadt selber: Tampere ist schön schnörkellos, orientierungssicher (ganz wichtig) da in rechtwinkligen Strassenzuegen geordnet, und immer aktiv. Ladenöffnungszeiten zeigen hier wirklich, dass die Läden länger geöffnet als geschlossen sind. Es gibt einen Fluss, der in der Stadt sogar fuer 2 Meter fällt, und 75% des Stadtgebietes sind See. Oder 25% des Seegebietes sind Stadt. Eigentlich aber sind 75% des Stadtgebietes Stadt, und 25% des Seegebietes Wasser. Vielleicht wäre ein Spamfilter auch fuer Blogs zu empfehlen.
Ach, und zu den Besoffenen: Gestern kam mir ein altes Pärchen Arm in Arm entgegen, ich denk mir noch "wie nett" als sie grad mal eben in die Wand reintorkelt. Seine Reaktion bestand lediglich darin, dass er sie auf (vermutlich) Finnisch angelallt hat. Fand ich ziemlich erschreckend.
Genörgel ade, ich fand hier steht noch zu wenig ueber die Stadt selber: Tampere ist schön schnörkellos, orientierungssicher (ganz wichtig) da in rechtwinkligen Strassenzuegen geordnet, und immer aktiv. Ladenöffnungszeiten zeigen hier wirklich, dass die Läden länger geöffnet als geschlossen sind. Es gibt einen Fluss, der in der Stadt sogar fuer 2 Meter fällt, und 75% des Stadtgebietes sind See. Oder 25% des Seegebietes sind Stadt. Eigentlich aber sind 75% des Stadtgebietes Stadt, und 25% des Seegebietes Wasser. Vielleicht wäre ein Spamfilter auch fuer Blogs zu empfehlen.
Ach, und zu den Besoffenen: Gestern kam mir ein altes Pärchen Arm in Arm entgegen, ich denk mir noch "wie nett" als sie grad mal eben in die Wand reintorkelt. Seine Reaktion bestand lediglich darin, dass er sie auf (vermutlich) Finnisch angelallt hat. Fand ich ziemlich erschreckend.
Der Fluch der Karibik war sehr nett anzusehen, und wider Erwarten haette ich es auch nicht bevorzugt, Ferkels grosses Abenteuer anzuschauen ;) Es macht im uebrigen gleich viel mehr Spass, die finnischen und schwedischen Untertitel mitzuverfolgen, wenn man manchmal ein Wort erkennt in dem Buchstabengewirre!
Man kann seine Zeit auch damit verbringen, Ameisen vom Briefkasten zu pusten oder Hühner beim Schlafen beobachten. Oder Pfaue, die es sich ebenfalls auf deren Hühnerart gemütlich machen wollen, dazu erst alles Federvieh verjagen und dann leider über ihre signifikant unterschiedliche Anatomie vergessen, weswegen sie nach einigem Schwanken vom Stangerl fallen. Gut, Pfaue fallen nicht, aber das Geflatter sah nicht viel glücklicher aus.
@Jan: Des weiteren habe ich das Glück, nicht wirklich deutscher, sondern im eigentlichen Sinne bayerisch-helvetischer Abstammung zu sein. In Zukunft werde ich mich also besser in Mundart an Dich wenden, um nicht meiner Herkunft wegen diskriminiert zu werden!
@Jan: Des weiteren habe ich das Glück, nicht wirklich deutscher, sondern im eigentlichen Sinne bayerisch-helvetischer Abstammung zu sein. In Zukunft werde ich mich also besser in Mundart an Dich wenden, um nicht meiner Herkunft wegen diskriminiert zu werden!
Mittwoch, September 10, 2003
Da das mit den Fotos vonMarkus noch bißchen dauern kann, fang ich halt mal mit meinen an, die Bild-Text-Relation aufzubessern. Mit Teil eins unserer Mystery-Serie...
Sie sind da. Ich kann sie sehen. Sie sehen mich. Tag und Nacht. Auch die anderen Menschen scheinen sie wahrzunehmen, aber sie wiegeln ab. Das Ganze ist fast wie eine Verschwörung aber ich kann es spüren. Ich blicke aus meinem Fenster und sie sind da. Beobachten mich mit ihren Scannern und Hi-Tech Fernggläsern. Wer? Seht selbst ...
Da hilft nur eines um sich zu schützen...
It's not a Water Tower, Scully!
Sie sind da. Ich kann sie sehen. Sie sehen mich. Tag und Nacht. Auch die anderen Menschen scheinen sie wahrzunehmen, aber sie wiegeln ab. Das Ganze ist fast wie eine Verschwörung aber ich kann es spüren. Ich blicke aus meinem Fenster und sie sind da. Beobachten mich mit ihren Scannern und Hi-Tech Fernggläsern. Wer? Seht selbst ...
Da hilft nur eines um sich zu schützen...
Dienstag, September 09, 2003
Nicht nur am Salat war Ananas. Genauer, am Fisch war nicht nur Kokossauce... Sowas verändert vor allem mein Urvertrauen in die finnische Kultur. Da duerften sie sich ruhig ein bisschen mehr auf ihre eigene Tradition berufen, von mir aus können sie auch Fleisch an den Fisch packen, dann ess ich's von vornherein nicht aber denke mir wenigstens, das werde schon seinen Grund haben. Das mit der Tradition gilt dann scheinbar auch fuer die Musik, aber ob Ein bisschen mehr Frieden auf finnisch besser verträglich ist??
Wenn einem im finnischen Radio ein Lied begegnet, während man gerade Bus fährt und an nichts böses denkt, was könnte das für Lied sein? Rammstein, Guano Apes, ... nein ...
Ein bißchen Frieden, ein bißchen Freiheit ... *sing*
Zugegeben, das hat mein Finnland-Verständnis ein wenig erschüttert. Genau wie die Tatsache das heute richtig exotisches Essen gab: Fisch .. naja, aber mit Kokusnusssoße und an der Salatbar gabs tatsächlich Ananas ... und ... zum ersten Mal auch Tomaten. Erstaunlich.
Ein bißchen Frieden, ein bißchen Freiheit ... *sing*
Zugegeben, das hat mein Finnland-Verständnis ein wenig erschüttert. Genau wie die Tatsache das heute richtig exotisches Essen gab: Fisch .. naja, aber mit Kokusnusssoße und an der Salatbar gabs tatsächlich Ananas ... und ... zum ersten Mal auch Tomaten. Erstaunlich.
Montag, September 08, 2003
Heute war also der erste Studientag. Frank Webster (City University of London former University of Birmingham and University of Oxford) erklärte uns was man denn so unter einer Informationsgesellschaft versteht, warum man sie nicht service-, knowledge-, network-, oder wie auch immer society nennt. Und schaffte es so knapp unter der Oberfläche zu bleiben, dass ich mich hier nicht traue, das Ganze oberflächlich zu nennen. Immerhin war sein Englisch ganz akzeptabel.
Was man von meinem Finnschlehrer Heikko nicht wirklich behauptet kann. Der war jedoch so vertrauenswürdig, dass er allen gleich mal 10 € für die 6th edition seines Readers abknöpfen konnte - in dem übrigens nicht ein - in Zahlen < 1 - Wort in englisch steht. Die Lektion von heute? Naja, ich kann das Alphabet ;) und ...
Mikä sinun etunimesi on?
Minun etunimesi on Jan ja kotimaani on Saksa!
So viel dazu!
Was man von meinem Finnschlehrer Heikko nicht wirklich behauptet kann. Der war jedoch so vertrauenswürdig, dass er allen gleich mal 10 € für die 6th edition seines Readers abknöpfen konnte - in dem übrigens nicht ein - in Zahlen < 1 - Wort in englisch steht. Die Lektion von heute? Naja, ich kann das Alphabet ;) und ...
Mikä sinun etunimesi on?
Minun etunimesi on Jan ja kotimaani on Saksa!
So viel dazu!
@Felix: Ich dachte, auch im hohen Norden wären die Öffnungszeiten inzwischen humanisiert worden? Jedenfalls kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass sich die Schotten sonst auch nicht weiter stoppen lassen. Und wenn gar nichts mehr geht, singen sie halt eine Runde Karaoke...
Bon Jour :)
Eine weitere Zugereiste meldet sich zu Wort!
Das mit dem Stundenplan kann einen wirklich in mittlere Depressionen stuerzen... Da hatte ich endlich sowas ähnliches zusammengestellt (alle sich ueberschneidenden Kurse in der gleichen Farbe eingefärbt, damit ich mich erst irgendwann später entscheiden muss), da wurde mir auf einmal bewusst, dass ich keinen Politikkurs belegt habe. Die mickrigen zwei angebotenen Vorlesungen gehen im Restprogramm aber auch einfach unter.
Was mir momentan weit mehr Sorgen macht ist das "5th Academic Churchboat Rowing", fuer das wir ein Team von 15 Internationals zusammengestellt haben. Zwar kann nur genau einer von uns rudern, aber - was sind schon 4 Kilometer, wenn man danach in die Sauna gehen kann?
Eine weitere Zugereiste meldet sich zu Wort!
Das mit dem Stundenplan kann einen wirklich in mittlere Depressionen stuerzen... Da hatte ich endlich sowas ähnliches zusammengestellt (alle sich ueberschneidenden Kurse in der gleichen Farbe eingefärbt, damit ich mich erst irgendwann später entscheiden muss), da wurde mir auf einmal bewusst, dass ich keinen Politikkurs belegt habe. Die mickrigen zwei angebotenen Vorlesungen gehen im Restprogramm aber auch einfach unter.
Was mir momentan weit mehr Sorgen macht ist das "5th Academic Churchboat Rowing", fuer das wir ein Team von 15 Internationals zusammengestellt haben. Zwar kann nur genau einer von uns rudern, aber - was sind schon 4 Kilometer, wenn man danach in die Sauna gehen kann?
Sonntag, September 07, 2003
Die Finnen und der Alkohol (Teil 2)
Und wieder ein Finne der uns Darmstädter völlig besoffen angesprochen hat, ob wir nicht aus Darmstadt kämen. O-Ton einer Viertelstündigen Unterhaltung: "You loose all your mind in thinking about how to get drunk in the cheapest way." und eine interessante Darstellung der norwegischen Drinkgewohnheiten, die auch irgenwie was mit den Herrschern im alten Rom zu tun gehabt haben soll. Soso!?
Samstag, September 06, 2003
Nun ist doch tatsächlich die Zeit gekommen, seinen Stundenplan zusammenzustellen. Naja, ich hab mich zum Finnish Extensive Elementary Course I Überreden lassen - 104h und 8 ECTS. Ob ich das mal nicht bereue?
Theories of Information Society (Lecture: 12h)
Extensive Elementary Course I Finnish (104h)
Transformation of European Democracies 1945-2003 (24h Lecture/ 24h Seminar) will be continued in Spring term
National, Ethnic, Religious and Linguistic Minority (Lecture: 8h)
International Relations at a turning point (12h Lectures / 8h Workshop)
Information Societies in Transition (Lectures 24h)
Work, Unemployment, and Regional Employment Policy in Europe (24h)
Vielleicht kommt noch ein Russisch Elementary Course zusammen, da bin ich dann auch auf jeden Fall dabei. Die Leute von den Russian Studies sahen sehr fähig aus, und nach ihrem Einführungsvortrag sind massenweise Leute zu der Lehrerin hingerannt und sie bedrängt ein Russischkurs für Exchange Students anzubieten. Mal sehen.
Ach ja, interessant ist auch die Termingestaltung des International Relations at a turning Point - Kurses ("11.11.-5.12. Tue and Fri 12-14, also 1.12. Mon 12-14 and 4.12. Thu 12-14") Noch komplizierter gehts kaum nicht. Hinzu kommt noch, dass hier dieses Semester ein neuer Teil des Vorlesungsgebaeudes aufmacht und alles umzieht und keiner weiss wo die neuen Räume sind. Das wird lustig diese Woche.
Theories of Information Society (Lecture: 12h)
Extensive Elementary Course I Finnish (104h)
Transformation of European Democracies 1945-2003 (24h Lecture/ 24h Seminar) will be continued in Spring term
National, Ethnic, Religious and Linguistic Minority (Lecture: 8h)
International Relations at a turning point (12h Lectures / 8h Workshop)
Information Societies in Transition (Lectures 24h)
Work, Unemployment, and Regional Employment Policy in Europe (24h)
Vielleicht kommt noch ein Russisch Elementary Course zusammen, da bin ich dann auch auf jeden Fall dabei. Die Leute von den Russian Studies sahen sehr fähig aus, und nach ihrem Einführungsvortrag sind massenweise Leute zu der Lehrerin hingerannt und sie bedrängt ein Russischkurs für Exchange Students anzubieten. Mal sehen.
Ach ja, interessant ist auch die Termingestaltung des International Relations at a turning Point - Kurses ("11.11.-5.12. Tue and Fri 12-14, also 1.12. Mon 12-14 and 4.12. Thu 12-14") Noch komplizierter gehts kaum nicht. Hinzu kommt noch, dass hier dieses Semester ein neuer Teil des Vorlesungsgebaeudes aufmacht und alles umzieht und keiner weiss wo die neuen Räume sind. Das wird lustig diese Woche.
Freitag, September 05, 2003
Puh, es ist hier noch mal richtig warm geworden. Die Sonne scheint und wir haben fast 20 Grad - T-Shirt-Wetter. Und das nachdem ich vor ein paar Tagen nur 3 Grad auf meinem Thermometer ablesen musste...
Mmh, aus aktuellem Anlass starte ich nun eine kleine Seri, die in unregelmäßigen Abständen - und hoffentlich selten - erweitert wird.
Wie soll ich anfangen? Naja, wenn man in einer in überwiegen mit jungen, gutaussehenden Männern bestückten Gruppe unterwegs ist, kann es einemm passieren, dass sich ältere finnische Herren zu einem gesellen, um einem zu sagen wie schön doch Deutschland (oder nach belieben auch Frankreich) ist. Am liebsten würde ich jetzt sagen, dass dies kein Grund ist skeptisch zu werden, aber in Wirklichkeit ist es das. Zum zweiten Male hat nun ein Spätvierziger nach einer kurzen zunächst freundlichen Unterhaltung versucht Körperkontakt aufzunehmen. Beide Male konnte dies nun durch entschiedenes Auftreten verhindern werden. Und beide Male war eine ganze Menge Alkohol auf Seiten der Finnen im Spiel. Aber ich denk' da besser nicht weiter drüber nach und schlafe stattdessen. Gute Nacht!
Die Finnen und der Alkohol (Teil 1)
Wie soll ich anfangen? Naja, wenn man in einer in überwiegen mit jungen, gutaussehenden Männern bestückten Gruppe unterwegs ist, kann es einemm passieren, dass sich ältere finnische Herren zu einem gesellen, um einem zu sagen wie schön doch Deutschland (oder nach belieben auch Frankreich) ist. Am liebsten würde ich jetzt sagen, dass dies kein Grund ist skeptisch zu werden, aber in Wirklichkeit ist es das. Zum zweiten Male hat nun ein Spätvierziger nach einer kurzen zunächst freundlichen Unterhaltung versucht Körperkontakt aufzunehmen. Beide Male konnte dies nun durch entschiedenes Auftreten verhindern werden. Und beide Male war eine ganze Menge Alkohol auf Seiten der Finnen im Spiel. Aber ich denk' da besser nicht weiter drüber nach und schlafe stattdessen. Gute Nacht!
Donnerstag, September 04, 2003
Naja, noch hat das Wochenende nicht angefangen, wer weiss was da noch kommt... Aber mal im Ernst, es war ja eine kombinierte Erstsemester/Erasmusparty, die übrigens heute nochmal stattfindet. *g* Natürlich wieder mit mir, allerdings eher nach dem Motto "Come early, leave early".
Und jetzt wieder eine meiner beliebten Rubriken, diesmal:
Mal abgesehen von davon, dass wir für 200 000 Einwohner ne ganze Menge verschiedene Buslinien haben (selbstgeschätzt 80 - das sind aber dann nur die Stadtbusse), gibt es noch zwei wirklich bemerkenswerte Besonderheiten. Nein, diesmal nicht der Preis 2€ pro Fahrt ist zwar nicht wenig, aber mein Monatsticket kostet 30 €, und das geht eigentlich. Das erste was einem passiert hier in Tampere wenn man Bus fahren will ist, dass er einfach vorbei fährt. Die Dinger halten nur wenn meine seine Buscard (alternativ seine Hand) raushält, wie wir es in Deutschland noch von der Verkehrsfrüherziehung aus der Grundschule kennen, wenn wir über einen Zebrastreifen gingen. Auch blöd ist, wenn man nen Buch an der Haltestelle liest und den Bus nicht rechtzeitig bemerkt, dann hält er nämlich auch nicht - ist mir heute passiert.
Die andere Besonderheit ist der Fahrplan. Er existiert nicht. Naja, Für jede Linie hat man nur die Startzeit und dann muss man im Laufe der Monate wohl rausbekommen, wann die Dinger ankommen. Ich hoffe ich hab das bald raus.
Und jetzt wieder eine meiner beliebten Rubriken, diesmal:
Busfahren in Tampere
Mal abgesehen von davon, dass wir für 200 000 Einwohner ne ganze Menge verschiedene Buslinien haben (selbstgeschätzt 80 - das sind aber dann nur die Stadtbusse), gibt es noch zwei wirklich bemerkenswerte Besonderheiten. Nein, diesmal nicht der Preis 2€ pro Fahrt ist zwar nicht wenig, aber mein Monatsticket kostet 30 €, und das geht eigentlich. Das erste was einem passiert hier in Tampere wenn man Bus fahren will ist, dass er einfach vorbei fährt. Die Dinger halten nur wenn meine seine Buscard (alternativ seine Hand) raushält, wie wir es in Deutschland noch von der Verkehrsfrüherziehung aus der Grundschule kennen, wenn wir über einen Zebrastreifen gingen. Auch blöd ist, wenn man nen Buch an der Haltestelle liest und den Bus nicht rechtzeitig bemerkt, dann hält er nämlich auch nicht - ist mir heute passiert.
Die andere Besonderheit ist der Fahrplan. Er existiert nicht. Naja, Für jede Linie hat man nur die Startzeit und dann muss man im Laufe der Monate wohl rausbekommen, wann die Dinger ankommen. Ich hoffe ich hab das bald raus.
Webcams
Auf Grund von Nachfragen also hier die Erklärung zu den Webcams: Hier in Tampere gibt es - neben vielen relativ hohen Industrieschornsteinen - einen 160 Meter hohen Turm, der Aufzug fährt immerhin 8 Meter/sek. Er ist so eine Art Touristenattraktion und steht mitten in einem Vergnuegungspark, der ziemlich teuer ist, aber das dachtet ihr euch bestimmt schon.
Die ersten beiden Cams befinden sich also auf diesen Turm, wobei eine sich die ganze Zeit um ihre Achse dreht und die schöne Umgebung Tamperes - vor allem die beiden Seen - zeigt. Die andere filmt die Achterbahnen und Wildwasserbahnen am Fusse des Turm. Der Park hat ausserdem ein Delfinarium, ein Aquarium, ein Museum fuer moderne Kunst, einen Kinderpark und die grösste Halfpipe der Welt, steht zumindest im Prospekt.
Gluecklicherweise hat (fast) alles seit dem 1.9. geschlossen, so dass man auf dem Bild ebensowenig Leute findet wie auf dem dritten, welches von der Municipal Library (hier Metso genannt) gefilmt wird. Metso hat aus der Luft betrachtet die Form eines Auerhahns, ich konnte ihn nicht als solchen identifizieren. In diesem Gebäude befindet sich auch das Muuminmuseum und ein Mineralsmuseum. Vor dem Gebäude spielt sich so gut wie nicht ab, und so läuft die Webcam Ggefahr von mir frueher oder später ausgetauscht zu werden, ebenso wie Webcam 2.
So, I've finished my first real finnish Party, and it's important to mention at some point that the Finnish actually are called Finns and not Finnish because its not the end. For now, that is all my alcohol-level allows me to produce. Sorry for that. However, hopefully you enjoy my blog.
Mittwoch, September 03, 2003
Jaaaaaaaaaa! Ich habs geschafft, nach einer halben Ewigkeit und ca. einem halben Dutzend Mal nachfragen in verschiedensten Büros habe ich Internet in meinem Wohnheim.
28.8.2003 Abflug bzw. Ankunft in Tampere. Der Flug war cool und irgendwie sind Markus und ich dank des Priority Check-Ins und dem hohen Firmeninternen Stus' seines Vaters mit 2-fachen Übergewicht ins Flugzeug reingekommen.
In Helsinki ging alles sehr schnell und wir bekamen problemlos den Bus nach Tampere. Dort ging es dann zur Wohnungsvergabe um den Schlüssel meiner Wohnung abzuholen. Fussmarsch ca. 2 km, das Gepäck im Schlepptau.
Naja, und anschließend gings mit dem Schlüssel Richtung Wohnheim, naja, und wir wussten nicht wo wir austeigen sollten. Als wir dann zu weit gefahren waren, sprachen wir mit einem älteren Mann. "Where are you from? Germany? Oh, ich bin Kosovo-Albaner!" Aha. Naja, er verwies uns an seinen Enkel (?), der schlechter englisch sprach, als der Alte deutsch. Vielleicht war dass auch der Grund dafür, dass er uns wieder viel zu weit mit dem Bus fahren liess.
Das beschwerte uns ein ungutes Gefühl und ca. 2km Fußmarsch durch eine äußerst hügelige, alles andere als urbane Landschaft. Völlig erschöpft fanden wir mein Wohnheim und mein absolut leeres Zimmer, naja, Schrank, Schreibtisch, Bett und Matratze waren da, Bettdecke und Kissen schon nicht mehr.
Meine Mitbewohner sind beide Finnen und kaum da.
Ankunft
28.8.2003 Abflug bzw. Ankunft in Tampere. Der Flug war cool und irgendwie sind Markus und ich dank des Priority Check-Ins und dem hohen Firmeninternen Stus' seines Vaters mit 2-fachen Übergewicht ins Flugzeug reingekommen.
In Helsinki ging alles sehr schnell und wir bekamen problemlos den Bus nach Tampere. Dort ging es dann zur Wohnungsvergabe um den Schlüssel meiner Wohnung abzuholen. Fussmarsch ca. 2 km, das Gepäck im Schlepptau.
Naja, und anschließend gings mit dem Schlüssel Richtung Wohnheim, naja, und wir wussten nicht wo wir austeigen sollten. Als wir dann zu weit gefahren waren, sprachen wir mit einem älteren Mann. "Where are you from? Germany? Oh, ich bin Kosovo-Albaner!" Aha. Naja, er verwies uns an seinen Enkel (?), der schlechter englisch sprach, als der Alte deutsch. Vielleicht war dass auch der Grund dafür, dass er uns wieder viel zu weit mit dem Bus fahren liess.
Das beschwerte uns ein ungutes Gefühl und ca. 2km Fußmarsch durch eine äußerst hügelige, alles andere als urbane Landschaft. Völlig erschöpft fanden wir mein Wohnheim und mein absolut leeres Zimmer, naja, Schrank, Schreibtisch, Bett und Matratze waren da, Bettdecke und Kissen schon nicht mehr.
Meine Mitbewohner sind beide Finnen und kaum da.
Dienstag, September 02, 2003
Ja, ueber die Entracht kann man sich auch aus Finnland freuen. Sehr schön.
Ich hab ja ganz viele Sachen noch nachzuholen, ich meine die Berichte darueber ;) also fange ich thematisch sortiert an:
Ja ich habe eine Tutorin. In Deutschland sagte man mir man muesse sich fruehzeitig darum bemuehen, in Finnland hiess es wie du hast keinen Tutor, jeder hat einen tutor. Und so geschah es, dass die freundlich - uebrigens fliessend deutsch sprechende - Frau von International Office ungefragt meine emailadresse weitergab und ich seit dem eine huebsche blonde Finnin an meiner Seite habe, die mir alles erklärt - sie kann uebrigens kein deutsch, dachte ich zuerst, bis sie auf einmal auch zugab deutsch zumindest ein wenig zu verstehen. Sie ist auf jeden Fall sehr nett Fotos liefere ich nach.
Allgemein kann man sagen, dass das Tutorensystem der Hammer ist. Jeder Tutor hat 2 Neuankömmlinge und ich hab schon gehört , dass einige die erste Nacht bei ihren Tutoren geschlafen haben, weil die Wohnungsvergabe so frueh zugemacht hat. Das hat hier manchmal fast Ausmasse einer 24/7 Betreuung. Phantastisch. Und wie gesagt, Finnen sind sehr angenehme, sympathische und ruhige Menschen.
Ich hab ja ganz viele Sachen noch nachzuholen, ich meine die Berichte darueber ;) also fange ich thematisch sortiert an:
Tutorensystem
Ja ich habe eine Tutorin. In Deutschland sagte man mir man muesse sich fruehzeitig darum bemuehen, in Finnland hiess es wie du hast keinen Tutor, jeder hat einen tutor. Und so geschah es, dass die freundlich - uebrigens fliessend deutsch sprechende - Frau von International Office ungefragt meine emailadresse weitergab und ich seit dem eine huebsche blonde Finnin an meiner Seite habe, die mir alles erklärt - sie kann uebrigens kein deutsch, dachte ich zuerst, bis sie auf einmal auch zugab deutsch zumindest ein wenig zu verstehen. Sie ist auf jeden Fall sehr nett Fotos liefere ich nach.
Allgemein kann man sagen, dass das Tutorensystem der Hammer ist. Jeder Tutor hat 2 Neuankömmlinge und ich hab schon gehört , dass einige die erste Nacht bei ihren Tutoren geschlafen haben, weil die Wohnungsvergabe so frueh zugemacht hat. Das hat hier manchmal fast Ausmasse einer 24/7 Betreuung. Phantastisch. Und wie gesagt, Finnen sind sehr angenehme, sympathische und ruhige Menschen.




















